Georg Koppmann Preisträgerin 2026
Der Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie geht in diesem Jahr an das Projekt „Archiv Sternbrücke“ der Architekturfotografin Johanna Klier. In ihrem bereits 2020 begonnenen Langzeitprojekt dokumentiert sie die Veränderungen rund um den Abriss der alten und den Bau der neuen Bundesbahnbrücke in Altona.
Im Mittelpunkt des Projekts steht mit der Sternbrücke und des sie umgebenden Areals ein Ort von außergewöhnlich hoher Veränderungsdynamik, der über Jahrzehnte hinweg auch für die Hamburger Club- und Subkultur von zentraler Bedeutung war. Ihre fotografische Dokumentation der aktuellen Veränderungen wird Klier um historische Materialien und Erinnerungen zur Sternbrücke und ihrer Umgebung sowie um künstlerische Reflexionen über den Ort ergänzen.
Das Ziel ist ein besonderes Archiv, in dem die mehr als 100-jährige Entwicklung einer architektonischen und kulturellen Schnittstelle zwischen den Bezirken Eimsbüttel, Altona und Mitte festgehalten wird.
Damit wird die Sternbrücke auch zum Resonanzraum zentraler Gegenwartsfragen – zwischen Veränderungsdruck und Erinnerungskultur, klimagerechter Planung, Verkehrswende und dem Ringen um stadträumliche Identität.
Die Jury hat neben der hohen fotografischen Qualität der bereits entstandenen Arbeiten vor allem die konsequente und zugleich kontinuierlich weiterentwickelte Vorgehensweise der Fotografin überzeugt. Der konzeptionelle Ansatz des Projekts stellt sich auf besondere Weise in die Tradition Georg Koppmanns, nach dem der Fotopreis benannt ist.